FNPT 737NG

Full Flight Flugsimulator: Hier fliegen die Profis.

Hier fliegen die Profis: Full Flight Simulatoren sind vollbewegliche Simulatoren, die ausschließlich für professionelle Pilotentrainings verwendet werden. Entsprechend der Zulassungsbedingungen nach JAR-FCL1A Level-D müssen sie nicht nur bestimmte Funktionen erfüllen, sondern auch einen bestimmten Flugzeugtyp exakt nachbilden. Bei der Lufthansa entspricht jeder Simulator daher einem bestimmten Flugzeug innerhalb der Flotte.

Wie realitätsnah ein Flug in einem Full Flight-Simulator ist, beweist dieser Film:

Die Simulator-Plattform steht freibeweglich auf sechs Beine. Auf diese Weise lassen sich Flugmanöver realistisch nachstellen. Sie wollen Ihr Flugzeug durch Turbulenzen steuern? Oder wissen, wie sich das Aufsetzen auf der Landebahn im Cockpit anfühlt? Genau das macht dieser Simulator durch sechs Freiheitsgrade möglich.

  1. Längsbewegung (vor-zurück)
  2. Querbewegung (links-rechts)
  3. Vertikalbewegung (hinauf-hinunter)
  4. Rollen
  5. Nicken
  6. Gieren


Ein Flug im Full Flight Simulator ist in Frankfurt, Berlin, München, Essen und Wien möglich. Er dauert 60 bzw. 90 Minuten, wird von einem Piloten begleitet und kostet ab 299 Euro.

6 Dof Hydraulik
Cockpit CJ1+
 

Weiterführende Informationen: Historie und technische Details

Bis in die 90er Jahre wurden die Simulatoren hydraulisch angetrieben. Um Flugbewegungen realistisch durch schnelle Reaktionszeiten nachzubilden, waren sehr starke Hydraulikpumpen notwendig. Neben einem hohen Strombedarf erforderte die Hydraulik eine permanente und damit kostenintensive Wartung. Gegen Mitte der 90er Jahre wurden die ersten vollelektrischen Simulatoren ausgeliefert. Diese ersetzten die Hydraulik durch elektrische Stellmotoren, die neben einer kürzeren Ansprechzeit auch einen geringeren Stromverbrauch aufweisen.

Die Diskussion welche der beiden Methoden die Flugzeugbewegung am besten nachbildet, ist noch immer nicht abgeschlossen. Es gibt wie überall Befürworter für beide Methoden und so ist es nicht verwunderlich, dass ein Simulatorhersteller ein elektro-hydraulisches Kombisystem anbietet.

Moderne FFS Simulatoren bieten die Möglichkeit eine Vielzahl von Flugverfahren und Notsituationen zu trainieren, die im realen Flugzeug nicht möglich bzw. zu gefährlich sind. Sie sind heute so perfekt dass Piloten, die von einem Flugzeugmuster zu einem anderen wechseln, vollständig im Simulator trainieren (Zero Flight Training).

Die Trainings in den FFS Simulatoren werden ausschließlich nach IFR (Instrument Flight Rules, d.h. Instrumenten Flugverfahren) durchgeführt. Obwohl die Sichtdarstellung dabei nicht von entscheidender Bedeutung ist, wurden die Sichtsysteme kontinuierlich weiterentwickelt.  In den 80er Jahren hatten die Simulatoren externe Bildschirme pro Cockpitfenster. Dabei wurden nur die beiden Frontfenster nicht jedoch die Seitenfenster einbezogen. Das Sichtsystem hatte dadurch lediglich einen Sichtbereich von ca. 120 Grad, praktisch nur nach vorne. Frühere FFS Simulatoren verfügten nur über eine beschränkte Datenbasis an Flughäfen mit einfacher grafischer Darstellung der Umgebung.  Moderne Sichtsysteme verfügen über eine umfangreichere, teilweise weltweite Datenbasis und einen 180 Grad Projektionsdome, gleich dem des Flugzeugs. Sie verwenden Satellitengrafiken für die landschaftliche Darstellung, bei denen die Flughäfen und deren Umgebung elektronisch eingepasst werden.

Von entscheidender Bedeutung ist jedoch die originalgetreue Nachbildung des Cockpits im Simulator, insbesondere die Flugsteuerung, die Fluginstrumente sowie das Zusammenspiel mit den Simulationsprogrammen. In Level-D Simulatoren werden dafür nur Originalteile des Flugzeugs verwendet, in den Airbus Simulatoren auch die originalen Computer der Flugsteuerung. Jede einzelne Funktion der Flugsteuerung, der Fluginstrumente und der Flugzeugsysteme wird 100% simuliert.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden vom Flugzeughersteller spezifische Daten zur Verfügung gestellt. Dazu zählen sowohl Daten aus der Flugzeugentwicklung, der Flugerprobung als auch die Ergebnisse spezieller Testflüge. Gesteuert wird der Simulator über die Ausbilderkonsole IOS (Instructor Operating Station). Die IOS verfügt über zwei  Touch-Screen-Displays, die sowohl als Eingabe- als auch Ausgabestation (Bilddarstellung) dient.

Der Ausbilder (Instructor) gibt darüber alle für das Training relevanten Eingaben ein. Er bestimmt z. B. Flughafen, Wetter, Flugzeugkonfiguration sowie Trainingsszenarien wie: Schlechtwetter, Druckverlust, Systemausfälle, Triebwerksbrand usw. Das IOS Bild zeigt als Beispiel die Positionierungsseite (Reposition Page). Hier wählt der Ausbilder unter anderem den Flughafen und die Landebahn aus. Bei zivilen Simulatoren befindet sich die Ausbilderkonsole (IOS) ausschließlich innerhalb des Simulator Cockpits. Mit den gestiegenen Möglichkeiten der FFS Level-D Simulatoren stiegen auch die Anforderungen an die Investition und die Betriebskosten. Moderne Simulatoren kosten je nach Flugzeugmodell bis zu 18 Millionen Euro bei einem Gewicht von 15 Tonnen, die im Sekundenbereich bewegt werden wollen.

Es liegt auf der Hand, dass diese Simulatoren nur für solche Trainings eingesetzt werden, bei denen eine realistische Flugzeugsimulation erforderlich ist wie z. B. bei besonderen Notfallsituationen. Für das Trainieren von Verfahren, die keine Simulation des Flugverhaltens erfordern, wie z. B. das Üben des Flight Management Systems werden verstärkt festinstallierte Simulatoren (Fixed Base Simulatoren) sowie MFTDs (Multi-Functional Training Devise) eingesetzt.

A320 FFS Cockpit
Ausbilder Konsole FFS
 

Unterschied der Fixed Base Simulatoren

Fest im Boden verankert und doch geht´s nach oben – das ist das Kennzeichen der Fixed Base Simulatoren, mit denen Sie zu nahezu allen Flughäfen der Welt ansteuern können. Je nach Ausstattung werden Sie für Standardflugübungen für Piloten verwendet als auch zur Simulation von Erlebnisflügen. Die Technologie basiert vorwiegend auf dem Microsoft Flight Simulator Programm, mit dem sich wie im realen Flugzeug Flugrouten einprogrammieren, jegliche Wettersituationen darstellen und teilweise auch den zeitversetzten realen Funkverkehr einspielen lassen.


Der „A320 Flugsimulator Bremen“ ist vom Luftfahrt-Bundesamt nicht für die Ausbildung von Piloten zugelassen. Dazu fehlen die technischen und qualitativen Vorrausetzungen. Für alle, die einen preisgünstigen Einstieg in die Welt des Fliegens suchen, ist er aber genau richtig.

A320 Cockpit

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